Backspacer

von Pearl Jam

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Preis : EUR 7,70

Veröffentlicht : 18. September 2009

Label : Universal Music International Div.

Tracks
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Probehören 7. Unthought Known 4:08 EUR 0,98 In den Warenkorb
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Amazon Kundenrezensionen

Stagnation und Rückschritt 22. November 2009

von R. Kapp "Filmfan"

Haben Pearl Jam sich seit ihrem Debüt von Album zu Album verändert und ihren Sound variiert, so kann ich trotzdem sagen, dass sie ein gemeinsames Element hatten, die Leidenschaft. Man kann und konnte hören, dass es authentisch war, was Vedder sang, man konnte die Emotionen spüren.
Qualitativ lässt sich wie immer streiten, welches Album das beste war, in Fankreisen hat bekanntlich jeder eine andere Meinung, aber für mich kam, nach einem leichten Knick nach Riot Act der Einbruch mit "Pearl Jam".
Alles klang nach einem halbgaren Aufguss alter Ideen und eben ohne Authentizität, allenfalls gekünstelte Leidenschaft.
Backspacer hat - der Geschichte sei's gedankt - keine weiteren Anti-Bush-Songs. Nicht dass der Ex-Präsident Lob verdient hätte, aber Plattitüden, die personenbezogen sind und hinlänglich bekannt sind, die brauche ich nicht auf eine CD zu pressen.
Backspacer hat im direkten Vergleich mit seinem Vorgänger die stärkeren Songs. Das Problem ist, dass meinem Empfinden nach, die Ideen nach so vielen Jahren irgendwo auf der Strecke bleiben. Hatte man zu Beginn noch eigene Erfahrungen, die man roh und direkt verarbeiten konnte, so ist es jetzt der 2. oder schon 3. Aufguss, der seine Dringlichkeit und Präsenz nicht mehr in den Songs ausstrahlen kann.
Natürlich kann man das auch deshalb anders empfinden, weil man mit der Band mitaltert und heute 20-Jährige werden wohl einen anderen Zugang dazu haben.
Für mich sind Pearl Jam leider inzwischen satt, und mit Millionen auf dem Konto leidet es sich eben anders als auf der Parkbank.
Die rockigeren Stücke sind samt und sonders zu generisch, sie sind Standard-Alternativ-3-Minuten-Rock-Songs fürs Collegeradio, ohne dass etwas hängen bliebe. Den Tiefpunkt setzt freilich Johnny Guitar, das nicht mal C-Seiten tauglich ist.
Versöhnlich ist der Mittelteil aus Just Breathe - Amongst the Waves - Unthought Known.

Bleibt zu hoffen, dass sie zumindest das Niveau von Backspacer halten und nicht zu einer Karrikatur ihrer eigenen Epigonen werden. Live sind sie auch weiterhin absolut herausragend.

In den Jungbrunnen gefallen... 06. November 2009

von Michael Krautschneider "Filmfan & Musikliebhaber"

Ja, natürlich: Das neue PJ-Album "Backspacer" ist gut geworden, in sich geschlossen, bündig, kompakt...
Das Albumcover lässt den Aufbruch in eine neue Ära mit Vedder und Co. vermuten...
Aber ist das wirklich das beste Album der Band seit "Ten" UND ist "Ten" überhaupt noch ein aussagekräftiges und gerechtes Maß an dem man die authentischen Herzblutrocker messen kann?
Ich weiß es nicht. Mehr noch: Ich glaube es nicht!
Ich kann nicht verstehen, warum die halbe Musikwelt auf einmal so tut, als ob Pearl Jam zwischen "Ten" und "Backspacer" so gut wie nichts zustande gebracht hätte...
Sind nicht gerade "Vs." oder z.B. "No Code" oder "Riot Act" oder "Pearl Jam" nicht genauso - ja wenn nicht gar - noch beachtenswertere Größen am Horizont der PJ-Chronologie??
OK, ja klar: "Backspacer" ist insgesamt durchwegs solide und hat mit "The Fixer" und "Just Breathe" sogar zwei Nummern mit Langbestandsgarantie aufzuweisen...
Aber von Pearl Jam habe ich mir ehrlich gesagt auch nichts schlechteres erwartet.

Ein bisschen unangenehm finde ich den künstlichen Hype (der irgendwie so ganz und gar nicht zum Image der Band passt) um den PJ-Neuling, und das allzu jugendliche Albumcover auf der Verpackung der neuen Scheibe. Das erinnert farbmäßig ein wenig an "Americana", das seinerzeit "The Offspring" - zumindest kurzzeitig - in den Rock-Himmel katapultiert hat (schlechter Vergleich, ich weiß!).
Mag sein, dass Jugendliche vielleicht deshalb eher dazu neigen, zu dieser Platte zu greifen. Leute, die einfach gute Musik mögen, würden die Scheibe wohl auch dann nehmen, wenn's in einem schlichten braunen Karton untergebracht wäre...

Fazit: Gelungen - keine Frage! Gleichzeitig aber auch nicht besser als das, was man von den Seattlern gewohnt ist.
Ich halte 4 Sterne deshalb auch für eine faire Bewertung!

Pearl Jam, die abwechslungsreichste Rockband unserer Zeit! 06. November 2009

von M. Knorpp "Rocker"

Pearl Jam entwickeln sich auch in ihrem Spätwerk ständig weiter. Mit dieser Platte folgen sie einem Pfad, den sie schon mit dem Vorgängeralbum betreten haben. Die Entwicklung der Band geht hin zu "easy listening"-Rockmusik in allen Variationen. Da sind zum einen schnelle rotzige Punkrocksongs, einige mid-tempo-Rocksongs und langsame Singer/Songwriter-Nummern (auf dieser Platte sogar mit dezentem Einsatz von Streichinstrumenten, was auch für PJ neu ist). Unter "easy listening" verstehe ich, dass mir Backspacer wie auch sein Vorgänger schon nach wenigen Durchläufen sehr vertraut vorkam, während ich bei den älteren Scheiben häufig erst nach vielfachem Anhören Gefallen an den Songs fand, die anfangs oft sperrig und schwer zugänglich waren. Alle die von PJ heute noch etwas absolut neues erwarten, werden wohl auch in Zukunft enttäucht werden. Das Neue ist das breite Spektrum an Rockmusik, das die Band auf den neuen Alben zu bieten hat, und das wie ich finde auf höchstem Niveau. Momentan sehe ich keine andere derart abwechslungsreiche Rockband. Einige PJ-Fans der ersten Stunde wünschen sich immer noch ein neues "Ten"-Album. Auch das wird es nicht mehr geben. Anfang der 90er waren PJ junge zornige Musiker, die ihre Unzufriedenheit über all das Ungerechte in der Welt in ihren Songs verarbeiteten. Deshalb wurden sie auch der Grungebewegung zugeordnet. Heute sind sie Mitte Vierzig, Multimillionäre und vermutlich alle Famileinväter. Sie mischen sich zwar immer noch poltisch ein, aber eben nicht mehr mit der Wut und Aggresivität von damals.

Wer ganz allgemein auf Rockmusik aller Art steht, sollte sich dieses Album zulegen. Es ist abwechslungsreich, eingängig und wie alle seine Vorgänger hat es auch ein paar nicht so tolle durchschnittliche Songs zu bieten. Außerdem sollte man sich von PJ auch einige Live-CDs/DVDs zulegen oder auf ein Konzert gehen (Liveauftritte waren in den letzten Jahren in D leider sehr rar). Denn live kommen viele PJ-Songs noch besser rüber als auf den Studioalben.

Pearl-Jam, mehr muss man nicht sagen. 05. November 2009

von A. Holland "Holrich"

Meine Rezension wird wohl eine der kürzesten.
GENIAL, mehr muss man da nicht sagen. Kann sehr gut an die "alten" Erfolge anknüpfen und macht bei jedem Hören mehr Spass.
Man kann den Spass an der Musik förmlich spüren.